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DACH-Region knackt erstmals 100 Mrd. Euro im E-Commerce

Katharina Kainz
Katharina Kainz

Erstmals hat der E-Commerce allein mit Waren im B2C-Bereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Jahr 2020 ein konsolidiertes Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht. Damit ist der deutschsprachige Markt Europaspitze.

Zusammen bringen es die deutschsprachigen Märkte auf ein Viertel des E-Commerce-Warenumsatzes in den USA. Etwa 1.000 Euro wurden im Schnitt pro Kopf im Internet ausgegeben.

Das ist deutlich mehr als beispielsweise in Frankreich (67 Millionen Einwohner und etwa 46,4 Milliarden Euro vergleichbares E-Commerce-Volumen), aber noch erheblich weniger als in England (82,6 Milliarden Euro Marktvolumen, ca. 1.233 Euro pro Kopf und Jahr).

Das stärkste Wachstum hatte dabei die Schweiz mit einem Sprung um 27,9 % auf 11,8 Milliarden Euro zu verbuchen – die Onlineeinkäufe haben sich damit verdoppelt.

Der Anteil am Einzelhandel steigt in allen drei Ländern weiterhin an – die Zahlen zeigen, dass der E-Commerce der Motor für den Handel ist. Und das, obwohl online gekaufte Dienstleistungen und die (viel größere) B2B-Sparte noch gar nicht enthalten sind.

Immaterielle Bestseller

Zu den immateriellen Verkaufsschlagern des E-Commerce zählen die Streaming-Dienste: 40 % der Österreicher nutzen laut der Nets E-Com DACH Report 2020 solche Services, deren gesammelter Umsatz macht jedoch erst eine halbe Milliarde Euro aus.

Onlinewetten schließen 19 % der Befragten ab – fast doppelt so viele wie in Deutschland oder der Schweiz. Online-Gaming und digitale Lektüre nutzen 17 und 16 % der Österreicher, vom Abschließen von Versicherungen im Internet haben bislang 14 % Gebrauch gemacht – dabei handelt es sich mit 1,1 Milliarden Euro um das lukrativste Geschäft unter den digitalen Dienstleistungen.

Bleibende Spuren im Konsumverhalten

Wie der E-Com Report DACH 2020 zeigt, wird der Boom beim E-Commerce bleibende Spuren im Konsumverhalten hinterlassen.

Von rund 4.000 befragten Konsumenten haben rund 97 % etwas online gekauft, alleine in Österreich wurden dafür 23,2 Milliarden Euro ausgegeben. Der Großteil davon (68 %) für physische Waren, 16 % entfielen auf Dienstleistungen und ebensoviel wurde für Reisen ausgegeben.

Öfter als früher kaufen übrigens 38 % aller Österreicher online ein. Etwas mehr als die Hälfte wird – laut der Umfrage – nach der Pandemie zum alten Einkaufsverhalten zurückkehren.

Auch der „Think with Google DACH“-Blog hat sich dem Thema gewidmet und Suchanfragen analysiert:

Unterschiede beim Bezahlverhalten

Bei den Schweizern und Österreichern ist die Kreditkarte beim Online-Shopping besonders betliebt, Deutsche Online-Kunden bevorzugen entweder ihr E-Wallets oder weiterhin den Kauf auf Rechnung. Generell: Kauf auf Rechnung als „Buy now pay later“-Option ist wieder populär und sogar zu einem weltweiten Trend geworden. Für Händler ist und bleibt es ein Spagat, denn zu viele Zahlungsmöglichkeiten zu bieten, kann für KundInnen ebenso verwirrend sein, wie das Fehlen der gewünschten.

Selbst beim Händler unbeliebte Zahlungsarten sollten durch das veränderte Kaufverhalten, die neu zusammengesetzte Altersstruktur und den Warenmix weiterhin im Angebot bleiben, um die KäuferInnen über alle Generationen hinweg entsprechend ihrer Vorlieben bedienen zu können.

Zum E-Com Report DACH 2020:
www.concardis.com/ecom-report-2020

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