Durchschnittlicher Warenkorb Onlineshop

Für die Optimierung des Onlineshops gibt es zahlreiche Ansätze. Einige davon haben wir in unserer Blogserie schon ausführlich beschrieben. Eine wichtige Kennzahl und Fragestellung für jeden Shopbetreiber ist neben der Conversion-Rate natürlich der durschnittliche Umsatz des Warenkorbes. Denn gerade hier lässt sich sehr gut ein Vergleich mit anderen Shopbetreibern erstellen, um die Performance des eigenen Webshops zu messen. Dies sollte jedoch mit äußerster Vorsicht gemacht werden, da Vergleiche nur dann wirklich Sinn machen, wenn die Umfeldvariablen auch wirklich vergleichbar sind.  Und hier kommt die Kennzahl „AOV“ in Spiel.

Average Order Volume

AOV bezeichnet den durchschnittlichen Warenkorb-Umsatz eines Onlineshops. Die Berechnung erfolgt recht simpel, in dem man den Gesamtumsatz durch die Anzahl der Bestellungen teilt. Dies kann für ein Monat, Quartal oder ein ganzes Jahr berechnet werden, je nachdem welche Aussage wichtig ist.

Studie: Durchschnittliche Einkaufswerte

Es gibt nicht viele Statistiken am Markt, da sich e-Commerce Betreiber nicht gerne in die Karten schauen lassen. Wir zeigen nachfolgend eine Statistik von DigitasLBi, die diese Analyse für mehrere Branchen und Länder erhoben haben. Diese Studie zeigt recht gut, dass bereits mit 2 Variablen wie Branche und Land die Unterschiede recht hoch werden. Sind beispielsweise im Bereich der Heimwerkerartikel die Schweden mit 345 Euro eindeutige Sieger, so sind die Belgier wie es scheint eher Einkaufsmuffel, wenn es um das traute Heim geht. Dass die Briten im Bereich e-Commerce schon etwas weiter voraus sind, ist bekannt – interessant ist jedoch hier der Vergleich mit Schweden oder Dänemark, die in den meisten Branchen noch höhere Einkaufsvolumina haben. Die Studie zeigt somit klar, dass es erhebliche Unterschiede aufgrund von Kultur oder auch Internetreife gibt.

Studie durchschnittlicher Warenkorb

© DigitasLBi

 

Ein Benchmark des durchschnittlichen Warenkorbs ist durchaus interessant, birgt jedoch auch die Gefahr Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Denn auch innerhalb der gleichen Branche und im gleichen Land gibt es noch wesentliche Kriterien die hier eine Rolle spielen und Vergleiche schnell komplex machen. Als Beispiels wäre hier das Preisgefüge oder der Umfang des Produktsortiments zu nennen. Shops mit hochpreisen Produkten werden naturgemäß höhere Warenkorbumsätze generieren. Anbieter mit nur wenigen Produkten werden sich mit up/cross-selling Maßnahmen für Zusatzverkauf eher schwer tun. Auch das Alterssegment oder das Geschlecht spielt eine große Rolle. Ein Anbieter im Bereich Textilien für Jungendliche wird in der Regel geringere Umsätze generieren, als ein Anbieter von gehobenen Marken für ein etwas älteres Publikum.

Interner Benchmark

Die Kennzahl AOV hat aber wie oben bereits beschrieben trotzdem einen sehr großen Wert, wenn der Benchmark auf der Zeitachse mit dem eigenen Shopsystem erstellt wird. Gerade bei Optimierungsmaßnahmen, sollte man diese Kennzahl historisch, beispielsweise pro Monat, festhalten, um getroffene Maßnahmen auch wirklich faktisch beurteilen zu können. Dabei sollten Kennzahlen wie die Conversion-Rate oder auch die Wiederkaufrate gleich mit einbezogen werden.

Im Rahmen unserer e-Commerce Projekte haben wir ein Bündel an Optimierungsmaßnahmen für vollere Warenkörbe gesammelt, welche wir hier noch im Februar vorstellen werden.