Platz 1 im Google Ranking mit Magento Onlineshop

3Sails Segelshop startete 2012 mit seinem neuen Onlineshop, welcher nach reiflicher Überlegung mit der Magento Community Edition realisiert wurde. Ziel war es einen Longtail-Shop für Segler zu errichten, der aus peppigen Segeltuchtaschen und anderen Lifestyle-Produkten für Segler besteht.

Bereits im ersten Jahr war man mit dem Google-Ranking ganz zufrieden, zumal der Shop komplett neu war und es doch einige Mitbewerber gab. Einzelne Produktbereiche schafften es bereits auf die erste Seite im Google-Ranking. Allerdings hielt sich die Anzahl in Grenzen und man schaffte es nie unter die Top-3, die ja bekanntlich bereits rund 30% der Klicks erhalten. Noch dazu war das Ranking eher durch Zufall bestimmt, als durch Planung.

Nach 2 Jahren, im Herbst 2013, war es dann soweit und die Seite musste umgestellt werden. Man wollte aus der D-A-CH Region heraus internationalisieren und als Lifestyle-Anbieter den gesamten EU-Raum bedienen. Der Magento Webshop musste mehrsprachig aufgebaut werden und bei dieser Gelegenheit auch gleich tauglich für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Ein neues, verbessertes Design, große Megamenüs oder die Abbildung von großen Images als Slider verstehen sich von selbst. Gesagt – getan!

Der „Shop neu“ mit neuer Magento-Release sah toll aus und der Shopmanager Alfred Cerny bekam erstes tolles Feedback vom Markt. Ein echter, moderner Lifestyle Webshop entstand, was im Bereich des Segelzubehörs eine echte Rarität darstellt.

Der Absturz

Doch dann kam der Schock. Der organische Traffic sank binnen weniger Tage um rund 70 Prozent. Was ist geschehen? Hatte man das Thema Suchmaschinenoptimierung bis jetzt eher stiefmütterlich betreut, so wurde das Thema auf einen Schlag zum zentralen Thema. Was nun, dachte sich Alfred und begann mit der Ursachenforschung.

Als er mit der Recherche begann, dachte er, er müsste doch nur jene Punkte betrachten, die sich mit der Umstellung ergeben haben. Neue Storeviews für neue Sprachen oder Veränderungen in der Kategorienstruktur waren jedoch nur der Anfang seiner Recherche. Vielmehr stellte er fest, dass er es mit einem beweglichen Ziel zu tun hatte. Denn über SEO wird viel geschrieben und man erhält von Experten viele Tipps. Je mehr er recherchierte, desto schwieriger wurde für ihn jedoch die Priorisierung, da die Meinungen und Standpunkte zu unterschiedlich waren und die Themenliste immer größer wurde. Noch dazu hatten viele Tipps, die er erhielt, nichts mit der Umstellung des neuen Shops zu tun. Das Übel lag also noch viel tiefer und die meisten SEO-Experten sind Profis, wenn es um einfache Webseiten geht. Shopsysteme sind jedoch viel komplexer und unterliegen damit auch teilweise anderen Regelwerken.

Nach einigen Wochen und der Sammlung von Unmengen an Tipps und Tutorials, die ihn über Jahre beschäftigt oder sehr viel Geld gekostet hätten, entschloss sich Alfred seine neue Agentur (mStage) um Unterstützung zu bitten.

Nach intensiver Diskussion entschloss man sich gemeinsam einen ganz anderen Weg zu gehen. Anstatt auf externe Empfehlungen zu hören und in viel Feinschliff und Optimierung zu investieren, konzentrierte man sich auf grundlegende SEO-Basics. Ein Maßnahmenkatalog wurde entwickelt und auf eine Zeitachse gebracht. Monatlich wurden die Ergebnisse mit SEO-Tools geprüft und daraus abgeleitet weitere Maßnahmen umgesetzt.

Die Aufholjagd

Die Jagd begann! mStage war dabei für das Konzept zuständig und übernahm das laufende Coaching. Alfred setzte mit seinem Team die besprochenen Maßnahmen sehr konsequent um.

Keyword-Analyse im Markt, Erstellung eines Keyword-Raumes, Reduktion von Duplicate Content, Reduktion der Seitenanzahl im Google-Index, optimierte Landingpages, ein Prozess für die Artikelauslistung oder eine optimierte Linkstruktur (Onpage) sind nur ein Auszug der definierten Maßnahmen. Ergebnis nach 6 Monaten: keine Bewegung im Sichtbarkeitsindex.

Zwischendurch wurde sogar geprüft, ob man von Google abgestraft wurde, obwohl schädliche Links oder ähnliche Maßnahmen (Bad SEO) strikt vermieden wurde. Für den Saisonstart im Frühling 2014 musst man verstärkt in SEA (Google Adwords oder Facebook Ads) investieren, um ensprechenden Traffic zu generieren. Den Verlust des organischen Traffics konnten die rund 7000 Facebook Fans der eigenen Page auch nicht kompensieren. Nach rund 12 Monaten waren ein Großteil der Maßnahmen abgeschlossen und pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäftes im Herbst plötzlich ein Lichtblick…

Ranking im Zeitverlauf

Ranking im Zeitverlauf

Erfolg

Der Google-Sichtbarkeitsindex im SEO-Tool Sistrix stieg an. Scheinbar haben die getroffenen Maßnahmen in Kombination mit einer geschickten Content-Strategie bei Google die richtigen Impulse gesetzt. Alfred war erleichtert – und auch der Held der Geschichte. Nach einem Jahr echtem Kampf, vielen Enttäuschungen aber viel Disziplin. Mit Unterstützung seiner Agentur hat er die Magento SEO Basics so gründlich gemacht, dass der Index weit über das Ranking von davor hinaus stieg.

Und es damit auch immer mehr Produkte schafften auf Seite 1 zu kommen. Der Begriff „Segeltuchtaschen“, eine der Hauptkategorien von 3Sails, schafft es sogar konsistent unter die ersten Drei auf Seite 1 auf Google. Viele Artikel und Longtail-Keywords ebenso. „Aber das passt doch, wir sind ja auch ein Longtail-Shop“, dachte sich Alfred und konnte sich wieder auf seinem Sitzsack aus Segeltuch (Bild) zurücklehnen. Der organische Traffic liegt durch die Maßnahmen heute deutlich über dem Stand davor und hat noch immer deutlich bessere Conversion-Rates als alle anderen Besucherquellen.

Learnings

Seine Learnings waren: 1. Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops „tickt“ anders, 2. die Magento SEO Basics konsequent umsetzen, 3. Eindeutiger, hochwertiger und aktueller Content – und vor allem: Hart am Wind Segeln und dran bleiben :).

mStage hat aus den Kenntnissen aus diesem Projekt ein eigenes Whitepaper „Magento SEO“ erstellt, welches nun kostenlos zum Download bereit steht.