Google Shopping Magento

Konsumenten, die ein bestimmtes Produkt suchen und dafür Suchmaschinen verwenden, bringen Shopbetreibern nach wie vor die besten Conversion-Rates. Google hat dafür schon seit einiger Zeit neben den Adwords den Google Shopping-Feed eingeführt.

Die Ergebnisse von Google Shopping werden mit Bildern über den normalen Suchergebnissen angezeigt, was zusätzlich für eine hohe Klickrate sorgt. Wer also um die Suchbegriffe in Suchmaschinen mitbieten will, kommt heute an Google Shopping nicht mehr vorbei.

Google Shopping Kampagnen werden, ebenso wie klassische Adwords-Anzeigen, im Google Adwords-Konto eingerichtet und konfiguriert. Bevor es soweit ist, muss jedoch erst ein Datenfeed aus dem Shopsystem erstellt werden und dieser im Google Merchant-Center konfiguriert werden.

Nachfolgend ein Beispiel für die Anzeige einer Produktsuche:

Google Shopping Ergebnis

 

Datenfeed aus Magento erstellen

Am Beginn der Einrichtung steht die Erstellung eines XML-Feeds aus Magento. Dazu verwenden wir üblicherweise die Extension Data Feed Manager von Wyoming. Der Data Feed Manager ist eine Extension, mit der es möglich ist, Produktfeeds in Form von CSV, TXT oder XML Files zu konfigurieren und den Export oder die Bereitstellung zu automatisieren. Darin enthalten sind auch alle relevanten Google Shopping Feeds und weitere knapp 20 Beispiel-Templates.

Der Feed Manager erlaubt neben der Filterung bestimmter Produkte oder Kategorien auch die Zuordnung zu den Google Produktkategorien. Je besser die Daten strukturiert und an die Google Kategorien angepaßt werden, je höher ist für Google die Relevanz bzw. die Datenqualität. Und diese hat wiederum einen großen Einfluß auf die Klickkosten und das Ranking.

Der richtige Datenfeed

Der häufigste Fehler von Shopbetreiber ist, dass sie einfach den Datenfeed 1:1 an Google ausspielen, ohne diesen für Google zu optimieren. Wie oben schon erwähnt macht die Qualität des Datenfeeds einen entscheidenden Unterschied im Ergebnis. Klickkosten können um bis zu 50 Prozent variieren. Darüber hinaus gibt es bei Google Shopping eigentlich kein Ranking, da nur eine Produktzeile angezeigt wird. Dies bedeutet, wenn beispielsweise nur 5 Produkte angezeigt werden, fällt man ab Rang 6 komplett aus dem Suchergebnis. Es sei denn der User klickt auf den Link, um alle Ergebnisse zu sehen.

Für die Erstellung des Datenfeeds empfehlen wir daher neben den klassischen Datenfeldern (z.b. Produktname, Marke, Preis etc.) auch die Übergabe der Felder Google Category und Product-Type.

  • Google Category: Die Google Category ist eine Taxonomie von Google, die alle Produktgruppen in vordefinierte Produktgruppen unterteilt. Es handelt sich dabei um eine einfache Nummernstruktur. Jeder Artikel sollte einer Nummer zugeordnet werden. Hier gehts zur kompletten Liste.
  • Google Product Type: Der Product Type kommt ebenso direkt aus dem Shopsystem und wird in der Regel über den Kategoriebaum abgebildet (Beispiel: Elektronik -> Unterhaltungselektronik -> TV-Geräte -> LED). Laut Empfehlung von Google sollte man Kategorien verwenden, die das Produkt am besten beschreiben und man sollte dabei möglichst detailliert vorgehen. Falls der eigene Kategoriebaum eine derartige Struktur nicht hergibt, kann man im Artikelstamm von Magento 3-4 Felder anlegen und eine manuelle Struktur anlegen. Diese kann dann anstatt des Kategoriebaumes als Product Type im Feed ausgegeben werden.

Diese Basisarbeit kann bei vielen tausenden Artikel schnell zu einem Projekt werden. Die Praxis zeigte uns jedoch, dass die Datenwartung meist schneller geht als erwartet. Da man über die serielle Zurodnung von Attributen in der Listendarstellung des Artikelstamms, unter Filterung bestimmter Produktgruppen, die Zuordnungen zumindest teil-automatisiert zuordnen kann. Für einen qualitativ hochwertigen Datenfeed empfehlen wir jedoch unbedingt die Pflege dieser Daten.

Google Merchant Center & Adwords

Wird der Datenfeed dann automatisiert erstellt, kann dieser im Google Merchant Center importiert werden. Dort dauert es einige Tage bis Google alle Produkte genehmigt. Hier sollte man die (Fehler)Meldungen und Warnungen von Google beobachten und gegebenenfalls den Datenfeed weiter anpassen. Fehlerhafte Daten oder fehlende Artikelnummern sind meist die Basis für weitere Optimierungen. Falls man in mehreren Ländern werben möchte, so muss man pro Land einen eigenen Datenfeed erstellen. Für die Länder Österreich und Deutschland ist dies einfach, in dem man den Datenfeed einfach kopiert und zweimal im Google Merchant Center importiert. Bei anderen Ländern wird es schwieriger, da Google nur Daten in der jeweiligen Landessprache mit der richtigen Währung akzeptiert.

Google Merchant Center

Google Merchant Center

Bleibt nur mehr die Konfiguration im Google Adwords Konto. Hier empfehlen wir die Anlage von unterschiedlichen Kampagnen, um je nach Produktkategorie oder Marke ein unterschiedliches Bidding durchführen zu können. Der Feinschliff in der Kampagnenverwaltung dauert üblicherweise einige Wochen bis Monate, da man hier wirklich auf die Kennzahlen achten sollte.

Hohe Klickkosten (CPC) oder schlechte Click-Through-Rates (CTR) fressen sehr oft das Budget von Produkten die gut performen würden. Daher ist permanenter Feinschliff und eine gut ausgeklügelte Kampagnenstruktur in Google Shopping ebenso unabdingbar. Da in den meisten Shops laufend Produkte oder Marken ergänzt werden, aber auch Mitbewerber die eigene Sichtbarkeit ändern können, sollten Datenfeed, Merchant-Center und Adwords laufend einem Monitoring bzw. einer Optimierung unterliegen.