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Fangfrische Handelsverband-Studie: Aktuelle Rekorde & Trends im heimischen Onlinehandel

Brandneu und auch noch eine Jubiläumsedition: Seit kurzem ist die 10. Ausgabe der bundesweiten eCommerce Studie Österreich erhältlich. Dabei präsentieren der Handelsverband und dessen Plattform „eCommerce & Versandhandel“ – in Kooperation mit der KMU Forschung Austria – einmal mehr bedeutende Ergebnisse. So haben die Ausgaben im Online-Handel ein Rekord-Niveau von 7,5 Mrd. Euro erreicht. Das bedeutet, dass mittlerweile 11 Prozent aller Einzelhandel-Ausgaben österreichischer Privathaushalte in den Distanzhandel fließen. Im Ländervergleich des deutschsprachigen Raums liegt Digitalisierungsprofi Österreich damit auf dem Niveau der Schweiz, aber noch hinter Deutschland mit 13 Prozent. Nachfolgend zitieren wir die weiteren wichtigsten Highlights aus der wertvollen Branchen-Studie.

Die Gewinner und Trends im österreichischen Onlinehandel 2019: Smartphone-Shopping & Anweisungen an Alexa

Der erstmalige 10-Jahres-Vergleich des Handelsverbandes zeigt ganz deutlich die Gewinner auf: M-Commerce ist – gerade in der jungen Käuferschicht unter 29 Jahren – weiterhin rasant im Wachsen. 6 von 10 der jungen Konsumenten bestellen heute am Smartphone, was bedeutet, dass sich das Handy-Shopping seit 2013 vervierfacht hat. „Mehr als ein Viertel der Österreicher kauft im Internet bereits via Smartphone ein, die Ausgaben liegen aktuell bei 800 Mio. Euro“, bringt es Ing. Mag. Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, auf den Punkt. Das entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent. Anders sieht die Sache in den älteren Zielgruppen aus. „Bei den Über-60-Jährigen liegt die M-Commerce-Quote bei 6 Prozent“, weiß Handelsverband-Vizepräsident und Leiter der „eCommerce & Versandhandel“-Plattform, Mag. Harald Gutschi, „allerdings haben wir auch hier dynamische Wachstumszahlen.“

Im Wachsen begriffen ist darüber hinaus die Nutzung von Sprachassistenten. „Im Vorjahr haben knapp 200.000 Österreicher internetbasierte persönliche Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home genutzt. Mittlerweile stehen wir bei 450.000“, erklärt Rainer Will. Immerhin 30.000 Konsumenten haben dabei via Alexa & Co. konkrete Bestellungen getätigt. Voice Commerce ist laut der eCommerce Studie somit absolut auf dem Vormarsch – auch, wenn der weltweite Trend bei uns noch eher am Anfang steht.

Ermittelt wurden außerdem die Top-Warengruppen im Distanzhandel. Hier gehen Bekleidung (1,9 Mrd.), Elektronik (1,2 Mrd.) und Bücher (0,7 Mrd.) als klare Sieger hervor. Weiters interessant: Die stärksten Zuwächse verzeichnen laut Studien-Autor Dr. Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria Möbel/Deko mit +18% und Kosmetik mit +12%.

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Sprachassistenten sind langsam, aber beständig auf dem Vormarsch in Österreich – auch beim Onlineshopping. ©FabianHurnaus / Pexels

eCommerce Studie Österreich 2019: Problemstellungen im heimischen Onlinehandel

Auch die Schattenseiten des heimischen Onlinehandels werden in der Handelsverband-Studie offen gelegt.

Auf dem Abstieg befindet sich laut Studien-Ergebnissen der klassische Versandhandel. Dieser beklagt in Österreich ein Minus von 100 Millionen Euro. Zögerlich entwickelt sich derweil die Lage im Lebensmittelhandel – mit einem aktuellen Anteil von nur 1 Prozent.

Eine besonders wichtige Herausforderung sind die beinahe 60 Prozent aller Ausgaben, die mittlerweile zu ausländischen Anbietern abfließen. Handlungsbedarf sieht der Handelsverband außerdem bezüglich des steigenden Gebrauchs von Sprachassistenten punkto Datenschutz. Daher erinnert der Handelsverband an den Wunsch einer baldigen Umsetzung des New Digital Deals für Fair Commerce gerade im Online-Handel.

Weitere Informationen zur aktuellen eCommerce Studie 2019 vom österreichischen Handelsverband

Die umfangreiche „eCommerce Studie Österreich – Konsumentenverhalten im Distanzhandel“ wird jedes Jahr von der Plattform „eCommerce & Versandhandel “ des Handelsverbands bei der KMU Forschung Austria in Auftrag gegeben. In ihrer Gesamtheit kann die empfehlenswerte Studie über die Website des Handelsverbands geordert werden.

Quelle: Handelsverband Österreich
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