Saint Charles Apotheke

Zum Unternehmen

Mag. pharm. Alexander Ehrmann hat mit Saint Charles eine Apothekenwelt erschaffen, die weit über die übliche Funktion einer Apotheke hinausgeht. Die Saint Charles Apotheke gibt es derzeit in Wien und Berlin. Sie besteht in Wien neben dem Stammhaus aus einem Geschäft für Naturkosmetik (Cosmothecary) mit einem Bereich für Kosmetikbehandlungen (Hideaway), einem Zentrum für Ärzte, TherapeutInnen und Yoga (Complementary) und einem eigenen kleinem Wirtshaus (Alimentary), wo lokale natürliche Zutaten verarbeitet werden.

 

Zum Interviewpartner

Mag. pharm. Alexander Ehrmann ist Apotheker der 6.ten Generation und hat mit der Saint Charles Stamm-Apotheke in Wien eine Welt geschaffen, die mehr ist als eine Apotheke und den Menschen ganzheitlich behandelt. Er hat 2006 die Apotheke in der Gumpendorfer Straße in Wien übernommen und ist der Ideengeber von Saint Charles. Apotheker Ehrmann führt die Tradition der Familie in der 6. Generation fort und entwickelt eigene Produktlinien in den Bereichen Naturkosmetik, Nahrungsergänzungsmittel oder Aromatherapie, die unter der Marke Saint Charles auch außerhalb der Apotheke verkauft werden. Dabei setzt Saint Charles auf die Traditionelle Europäische Medizin und somit auf natürliche Rohstoffe und regionale Zulieferer.

 

Der Markt im Bereich Arzneimittel ist im Umbruch? Was bedeutet das für die Zukunft der Apotheke?

Im Moment gibt es zwei wichtige Entwicklungen, die sich gegenseitig beeinflussen. Auf der einen Seite boomt der Online-Handel. Auch in Österreich dürfen Apotheken seit Juni 2015 Arzneimittel Online verkaufen. Zusätzlich kommen internationale Anbieter ins Spiel, die den Wettbewerb weiter verschärfen werden. Da werden mittelfristig nur wenige Anbieter übrig bleiben. Auf der anderen Seite schreitet die Spezialisierung der Apotheken weiter voran. Auch Apotheken müssen ihren USP finden und sich zunehmend fokussieren. Auf diese Veränderungen sollte man aktiv reagieren und seine eigene Positionierung finden.

Warum startet Saint Charles keine Versandapotheke?

Unsere Stärke liegt in der Entwicklung von hochwirksamen und natürlichen Eigen-Produkten. Produkte, mit denen wir auf Natur und Regionalität setzen. Und unsere Philosophie, wo Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ganz wichtige Standpunkte sind. Das geht von Naturkosmetik, über Nahrungsergänzungsmittel wie ein breites Kapselsortiment bis hin zur Phytotherapie, wo die Spagyrik eines unserer Schwerpunkte darstellt. Wir setzen dabei auf Qualität und nicht auf Quantität. Die Errichtung einer Versandapotheke muss dabei auf Quantität, Prozessoptimierung und dem hohen Absatz von Standardprodukten wie Aspirin C & Co ausgerichtet sein, um wirtschaftlich zu sein. Das können andere besser. Wir fokussieren uns auf den Ausbau unserer eigenen Produktlinien Saint Charles Naturals, Cosmetics und Specials.

Welche Strategie verfolgen Sie mit ihrer neuen Online-Plattform?

Wir entwickeln sehr gerne Produkte, viele davon entstehen aus Projekten oder der Zusammenarbeit mit interessanten Menschen. Unseren Bauernhof in Prigglitz, der auch ein Ort der Inspiration für uns ist, überlassen wir beispielsweise im Sommer einige Wochen sozialen Organisationen, wie beispielsweise dem Verein Tralalobe für die Betreuung von Minderjährigen. Ein anderes großes Projekt war die Zusammenarbeit mit dem indogenen brasilianischen Volk der Huni Kuin. Wir wurden letztes Jahr von TBA21, einer Ausstellung von Francesca von Habsburg, eingeladen den Stamm vor Ort als weißer Medizinmann besuchen, um Erfahrungen über unterschiedliche Heilmethoden auszutauschen. Danach kamen 30 Schamanen zur Ausstellung von TBA21 und zu uns nach Prigglitz. Später auch nach Wien, um deren Kultur in Form einer Ausstellung im Augarten Museum zu vermitteln. In der Apotheke haben wir gemeinsam Rezepte entwickelt. So entstehen bei uns Ideen für Zusammenarbeit und Austausch, mit dem Ziel einer ganzheitlichen Heilung. Ein schönes Projekt ist auch die Zusammenarbeit mit dem Wiener Parfümeur Wolfgang Lederhaas, der wir eine eigene Produktlinie im Bereich der Seifen gewidmet haben.

Es gibt viele tolle Geschichten, wie oder aus denen Produkte entstehen. Diese Geschichten möchten wir erzählen und mit der neuen Online-Plattform einem breiteren Publikum zugänglich machen. Unsere Kernstrategie ist daher nicht e-Commerce zu betreiben, sondern echtes Storytelling. Wir möchten Einblick geben warum wir das tun was wir tun. Und auch wie wir es tun. Produkte sind da nur das Resultat.

Welche Rolle spielen dabei ihre Apotheken ?

Ein Kernelement in unserer Strategie ist die Verbindung der physischen Apotheken mit der digitalen Welt. Die Onlineplattform ist der erste Schritt, wo wir beide Welten vereinen. Vor allem möchten wir die besondere Atmosphäre unserer Apotheke so gut wie möglich auch Online vermitteln. Sei es um Lust auf mehr zu machen oder die Menschen in die Apotheke einzuladen. Wir planen aber ganz konkret auch Funktionen wie Click & Collect (Online bestellen – in der Apotheke abholen) und Kundenbindungselemente wie unsere Stammkundenkarte Online verfügbar zu machen. Der Kunde soll die Marke Saint Charles einheitlich und konsistent wahrnehmen, egal ob persönlich oder über Internet.

Abschließende Frage: Was ist ihre Vision mit Saint Charles?

Saint Charles soll eine starke Marke und Premium-Apotheke in den europäischen Ländern werden, die einerseits für die natürliche und europäische Heilkunst steht. Andererseits aber auch für Nachhaltigkeit, ethisches wirtschaften und soziale Verantwortung.

 

Wir danken Herrn Alexander Ehrmann für das geführte Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg im e-Commerce.
www.saint-charles.eu

Die mStage Projektbeschreibung von Saint Charles ist auch im Bereich Kunden zu finden.