Mobile Commerce Studie

Die mobile Nutzung des Internets gehört seit der Ansage von Google vor rund 2 Jahren, mobile Webseiten im Ranking zu bevorzugen, zu den am stärksten untersuchten Bereiche. Die aktuellste Studie kommt nun von Criteo, einer weltweit tätigen Performance-Marketing Plattform. Criteo analysiert dabei Milliarden von Verkaufsdaten und e-Commerce Transaktionen, die über ihre Plattform laufen.

Die wesentlichen Facts aus der aktuellen Studie möchten wir hier vorstellen.

Fast die Hälfte aller e-Commerce Transaktionen sind mobil

Vor rund einem Jahr war das noch die Ansage für den mobilen Traffic generell. Dass sich mittlerweile auch der Anteil der Internetkäufe in Richtung 50 Prozent im Vergleich zu Käufen am Desktop nähert überrascht doch einigermaßen.

  • Die größten deutschen Online-Shops mit mobiler Webseite generieren mit 46 Prozent mittlerweile fast die Hälfte des Umsatzes mit mobilen Endgeräten. Dabei sind die größten Player im Jahresvergleich (2015/2016) um 17 Prozent gewachsen. Hatten Sie im 2. Quartal 2015 39 Prozent, so waren es im 2. Quartal 2016 bereits 46 Prozent Anteil an mobilen Transaktionen.
  • Mode- und Luxusartikel gewinnen am stärksten und liegen bei 42 Prozent mobilen Transaktionen. Knapp dahinter mit rund 40 Prozent liegen Sportartikelhändler und der Großhandel. Einen noch etwas geringeren Anteil können beispielsweise Anbieter im Bereich Gesundheit & Beauty oder im Home-Bereich mit knapp 30 Prozent erreichen. Allerdings ist auch in diesem Bereich der Anteil an mobilen Transaktionen um 20 bis 30 Prozent im Jahresvergleich gewachsen.
  • Smartphone sticht Tablet: Waren früher Tablets die Wahl der Wahl beim Kauf vom Sofa, so übernimmt heute das Smartphone mit 55 Prozent gegenüber dem Tablet erstmalig den Mammut-Anteil des mobilen Traffics. Eine wichtige Grundlage für eine gute mobile Optimierung jeder Webseite.
  • Android versus IOS: Apples iPhone Benutzer sind schon lange für höhere Ausgaben, aber auch höhere Einzeltransaktionsvolumina bekannt. Die aktuelle Studie zeigt, dass das Match in Deutschland derzeit mit 11,7 Prozent versus 8,4 Prozent zugunsten Android steht. Dies liegt aber lediglich daran, dass Android eine weitaus größerere Userbase hat. Rechnet man diese mit, kaufen Apple-User immer noch mehr. Viel interessanter in diesem Device-Vergleich ist allerdings, dass beide Betriebssysteme im Verhältnis zu allen anderen mobilen Varianten um rund 40% im Jahresvergleich zulegen konnten.
  • Mobile Apps: Die Studie zeigt auch hier deutlich, dass mobile Apps wesentlich mehr Umsatz bringen. Nutzer von mobilen Apps einzelner Shops erreichen die doppelte Besuchsanzahl binnen 30 Tagen und somit eine wesentlich höhere Kundenbindung. Was letztendlich auch zu einem höheren Transaktionsvolumina führt. Händler mit mobilen Apps machen bis zu 54 Prozent ihres mobilen Umsatzes über diesen Zugang. Zudem erzielen Apps auch nachweislich höhere Conversion-Rates und höhere Warenkorbwerte. Dem ist jedoch aus unserer Sicht entgegenzuhalten, dass es für kleinere und mittlere Anbieter jedoch kaum möglich ist einen Platz auf den kleinen Bildschirmen zu erhalten. Die Bereitschaft neue Apps downzuloaden ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Also Apps – ja, jedoch nur für große Player mit wirklich großer Reichweite.

Diese Studie zeigt, wie wichtig die mobile Optimierung der Webseite ist. Für die Optimierung und einem echten Feinschliff empfehlen wir auch unseren Artikel Mobile Optimierung von Responsive Web Onlineshops.

Weitere Details zur Studie erhält man direkt auf der Criteo-Webseite.