Mobile Commerce

Der Anteil des mobilen Traffics in Webshops erreicht auch hierzulande je nach Branche und Zielgruppe bereits satte 50 Prozent. Die mobilen Zugriffe entstehen dabei sehr oft durch Social Klicks (z.B. Links in Facebook) oder Newsletter. Es ist daher ein logischer Schluß, dass damit auch die e-Commerce Transaktionen über mobile Endgeräte wachsen. Was viele Shopbetreiber bis dato Stiefmütterlich behandelt haben, entwickelt sich langsam zum Hauptkanal für bestimmte Zielgruppen. Das zeigt auch eine aktuelle Studie von Facebook IQ.

Demnach finden in den USA mittlerweile 30 Prozent der e-Commerce Transaktionen auf mobilen Endgeräten statt. Im Jahresvergleich hat sich die Verkaufsfrequenz über Mobilgeräte um satte 35 Prozent gesteigert.

Und hier liegt die USA nicht unbedingt Jahre voraus, denn auch wir haben bei unseren Kunden nachgefragt. Ein Anbieter im Bereich der Naturkosmetik teilte uns mit, dass er im abgelaufenen Jahr 2016 ebenso von den Zahlen überrascht wurde. 35 Prozent aller Transaktionen liefen mittlerweile über mobile Endgeräte, dabei viel die Mehrheit von 20 Prozent sogar auf Smartphones. Und dies keineswegs nur in einer jungen Zielgruppe, denn die primär weiblichen Käufer lagen zwischen 25 und 44 Jahre.

Nachfolgend die interessantesten Aussagen der Facebook-Studie:

  • Bei 45 Prozent aller Shopping-Transaktionen ist das mobile Endgerät Teil der Customer Journey, in der jungen Gruppe der Millenials sind es bereits 57 Prozent.
  • Der mobile Screen wird als „persönlicher und vertrauter Screen“ wahrgenommen und bietet weniger Ablenkung.
  • Die Käufer, die am häufigsten über mobile Endgeräte einkaufen sind Millenials, die bereits Online aufgewachsen sind oder auch Millenial-Moms.
  • Trotz der Zunahmen der mobilen Transaktionen verwenden sehr viele Menschen das Smartphone immer noch für die Recherche und kaufen danach über Desktop-Geräte oder im Geschäft.
  • Der durchschnittliche Warenkorb liegt bei Smartphones etwa 40 Prozent unter dem der Desktop-Käufe. Käufe über Tablets unterscheiden sich nicht im Vergleich zu Desktop Käufen.

Wie schon im Artikel Mobile Optimierung von Responsive Web Onlineshops beschrieben sollte eine optimierte mobile Webseite heute zum Standard gehören. Bietet man diese nicht oder wird diese nicht als wichtiger Kanal behandelt, verliert man wertvolle Transaktionen und Kunden.

Die komplette Studie kann man bei Facebook IQ oder im nachfolgenden IQ Magazin des Facebook-Spezialisten Hutter Consult „The Thumb is in Charge“ nachlesen.