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Bluecode-Technologie als Apple Pay-Alternative

Sieben Zahlungssystem-Anbieter aus ganz Europa gründen die European Mobile Payment Systems Association (EMPSA). Sie wollen den amerikanischen Konzernen ein unabhängiges System für mobile Zahlungen entgegen stellen.

Die mobilen Zahlungssysteme Bluecode (Österreich, Deutschland), Twint (Schweiz), Swish (Schweden), Vipps (Norwegen), Mobilepay (Finnland, Dänemark), Bancontact Payconiq (Belgien) und Sibs/MB Way (Portugal) haben sich zur European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) mit Sitz in Zürich vereinigt. Die Gründungsmitglieder wollen weitere Anbieter für Ihr Netzwerk gewinnen – Ziel soll es schließlich sein, weltweit zu agieren.

Das EMPSA Netzwerk:

  • Mitglieder aus neun Ländern
  • insgesamt ca. 25 Millionen Mobile-Payment-Nutzer
  • rund eine Million Akzeptanzstellen in Handel, Gastronomie und Hotellerie
  • mehr als 350 angeschlossene Banken

 

Übersicht es durch EMPSA abgedeckten Gebiets in Europa

Daten- und Geldflüsse sollen in den Händen europäischer Banken und Händler bleiben (Foto: empsa.org)

 

Das optische Bezahlverfahren basiert auf der Technologie von Bluecode und soll länderübergreifend zum Einsatz kommen. Um dies zu ermöglichen, arbeiten die EMPSA-Partner bereits an der Abstimmung ihrer Systeme.

So funktioniert Bluecode

Bluecode funktioniert mittels Direktanbindung an das Girokonto des Zahlers, ohne dazwischengeschaltete Debit-/Kreditkartensysteme. Dabei erhält das System weder den Namen noch die Kontonummer – diese Daten bleiben bei der Bank. Bei jedem Aufruf erscheint ein neuer, einmal gültiger blauer Barcode. Dieser Bluecode berechtigt den Händler zu einer Zahlung – mit dem Scanner an der Kassa wird diese ausgelöst. Da der – von Apple für Fremdsysteme blockierte – NFC-Chip nicht benötigt wird funktioniert das System auf iPhones. Auch Bezahlen an Automaten funktioniert mit der App: dabei verbindet sich das System via Bluetooth mit dem Automaten und löst die Zahlung dann direkt in der App aus.