Mobile Speed Score Google

Nach der Einführung des Mobile First Index, wo Google ein klares Statement in Sachen Prioritäten zu Gunsten mobiler Websites gesetzt hat, legt Google nun nach und richtet die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Ladezeiten  mobiler Seiten.

Gerade mobile Webseite leiden oft unter langen Ladezeiten, da das Netz nicht immer gleich stabile Bandbreiten bietet. Vor allem aber, weil die Seiten meist mangelhaft oder gar nicht optimiert wurden. Laut Google brechen mehr als die Hälfte der Besucher ab, wenn die Ladezeit mehr als 3 Sekunden dauert. Was im städtischen Bereich mit LTE oft gerade noch funktioniert, wird mit 3G oder darunter oft nicht mehr vertretbar. Google wertet schon lange die Ladezeiten auch als wichtigen Rankingfaktor in den organischen Suchergebnissen. Aber auch im Zuge von Adwords sind Ladezeiten ein wichtiger Qualitätsfaktor. Der Qualitätsfaktor von Google Adwords bestimmt unter anderem die Klickkosten (CPC), die Position (Ranking) der Anzeige und damit natürlich auch die Click-Through-Rate (CTR).

Zur Messung der mobilen Optimierung, sowie der Ladezeiten bietet Google mit Google Pagespeed Insight schon länger ein wertvolles Tool. Ab sofort gibt es jedoch zusätzlich im Google Ads-Account eine Möglichkeit einen eigenen „Mobile speed score“ abzulesen. Damit kann bewertet werden, welche Landing Pages gut performen und ob die Ladegeschwindigkeit die Effektivität der Werbung beeinflusst. Der Score, welcher auf einer Skala von 1 bis 10 angegeben wird, beruht laut Google auf mehreren Faktoren. Dabei spielt die Beziehung zwischen Ladezeit der Zielseite und potenzielle Conversion Rates eine wesentliche Rolle.

Der Mobile Speed Score wird zurzeit ausgerollt und sollte in Kürze in jedem Account in der jeweiligen Adwords-Kampagne unter Zielseiten zu finden sein.

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Google merkt an, dass mit jeder zusätzlichen Sekunde Ladezeit die Conversion Rates bis zu 20 Prozent sinken. Ein beträchtlicher Betrag, wenn man bedenkt, dass nach Googledaten die durchschnittliche Ladedauer für mobile Webseiten bei rund 15 Sekunden liegt. Hier schlummert also einiges an Potenzial. Tipps für die Optimierung von mobilen Webseiten haben wir auch im Beitrag Mobile Optimierung von Responsive Web Onlineshops zusammengefasst.

Darüber hinaus kann man auf der Webseite ThinkwithGoogle die Performance seiner Webseite mit Mitbewerbern vergleichen. Mit dem Impact Calculator ist es sogar möglich die Korrelation zwischen Ladezeit und Conversion-Rates (bzw. Umsatz) zu messen. Gewagt, aber auf jeden Fall interessant…

Google möchte damit natürlich die Benutzerfreundlichkeit mobiler Webseiten weiter steigern. Und man kann davon ausgehen, dass Webseiten mit einer schlechten mobilen Performance mittelfristig sowohl in der organischen Suche, als auch bei bezahlter Werbung das Nachsehen haben werden. Also heißt es wieder einmal den nächsten Gang in Sachen Webseiten-Optimierung einlegen.