Social Commerce

Der Begriff Social Commerce ist so alt wie die sozialen Netzwerke selbst und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff und worauf sollten Shopbetreiber achten.

Wikipedia beschreibt Social Commerce als eine spezielle Ausprägung des Onlinehandels, bei der die aktive Beteiligung der Kunden und die persönliche Beziehung im Vordergrund steht. Dabei zählt Empfehlungsmarketing ebenso dazu, wie Blogger, die eine Empfehlung für bestimmte Produkte abgeben.

Nachfolgend ein Versuch einer Gliederung:

Sechs Typen von Social Commerce

  1. Peer-to-peer Marktplätze: Community-basierende Marktplätze oder Bazare, wie eBay, DaWanda oder auch der Amazon-Marktplatz.
  2. Social Network Promotions: Verkäufe, angetrieben durch Maßnahmen auf Plattformen wie Facebook, Pinterest oder Snapchat.
  3. Group buying: Spezielle Angebote mit reduzierten Preisen, sobald genug Käufer dabei sind (z.b. Groupon).
  4. Empfehlungsplattformen: Plattformen wie Yelp oder Amazon, wo Kunden Empfehlungen bzw. Bewertungen durchführen.
  5. User-curated shopping: Shopping-orientierte Seiten oder auch Influencer-Seiten, wo User Produktlisten zu bestimmten Themen erstellen.
  6. Crowdfounding: Kunden werden sehr früh in den Produktionsprozess involviert um die Produktion zu finanzieren und Awareness zu schaffen.

Wie sich diese Definition kurzfristig in eine Richtung verschoben hat, zeigen folgende Zahlen: E-Commerce und Social Media sind stetig am Wachsen. Der durchschnittliche amerikanische Konsument kauft bereits um rund 1.800 USD jährlich. Der weltweite e-Commerce Umsatz im Jahr 2016 lag bei 1,183 Milliarden USD und zeigt mit rund 11% p.a. weiterhin ein stabiles Wachstum. 2020 rechnen Analysten bereits mit einem weltweiten Online-Umsatz von 1,777 USD.

Wie die folgende Grafik erkennen lässt, investieren amerikanische Onlineplayer für Ihr Wachstum mittlerweile massiv im Bereich des Online-Marketings. Es ist davon auszugehen, dass ein beträchtlicher Teil davon im Bereich Social Commerce investiert wird. Die Werte liegen dabei bei den aufgelisteten Unternehmen zwischen 5 und 33 Prozent an Ausgaben anteilig zum Umsatz, wobei ein Mittelwert von rund 20 Prozent (!) von rund der Hälfte der Unternehmen erreicht wird.

Social Commerce Ausgaben

Dieses Wachstum treibt auch den großen Boom im Bereich Social Commerce. 52% der Marketingfachleute sind der Meinung, dass Social Commerce eines der wichtigsten Bereiche des Wachstums ist. Dies zeigt vor allem das rasante Wachstum der Facebook-Umsätze, die im 4. Quartal 2016 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wieder um satte 50% auf 8,8 Milliarden USD steigern konnten. Aber auch der Börsegang von Snapchat, die ebenso mit der Monetarisierung ihrer Plattform starten. Facebook und einige wenige andere Social Media Plattformen geben hier derzeit den Ton an und verdrängen alle anderen oben angeführten Typen des Social Commerce in die Nische. Davon ausgenommen sind Empfehlungsplattformen und Marktplätze. Die Frage ist also nicht mehr ob Social Commerce zukünftig ankommen wird, sondern wie man diese in die eigene Strategie integriert.