Spam vermeiden

Wer ist davon nicht betroffen? Suspekte e-Mails über Investmentprodukte, unerwünschte Produktangebote oder e-Mails mit zweifelhaften Anhängen. Je länger eine e-Mail-Adresse verwendet wird, umso öfter wird man Opfer unerwünschter Werbemails. Intelligente Spam-Filter und auch Blacklists, die auf Servern gehostet werden, bieten da Abhilfe.

Von hundert gesendeten Spam-Nachrichten schaffen Spam-Filter derzeit eine Quote rund 80 Prozent. Von den verbleibenden Nachrichten sind immer noch 15 unerwünscht. Ganz abgesehen davon, dass auch erwünschte Nachrichten hin und wieder vom Algorithmus der Spamfilter erwischt werden und als Spam klassifiziert werden. Davon betroffen sind dann sowohl abonnierte Newsletter, aber leider oft auch automatisch generierte e-Mails aus Bestellungen von Onlineshops (sogenannte Transaktionsmails), wie Bestell- oder Versandbestätigungen.

Sehr oft sind Kunden verunsichert, ob das Geld bzw. die Bestellung auch wirklich angekommen ist oder tappen hinsichtlich des Versanddatums im Dunkeln. Dies gefährdet nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern verursacht oft auch Aufwand im Kundenservice.

Es gibt aber ein paar recht einfache Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Spam-Filtern klar zu machen, dass es sich um erwünschte Nachrichten handelt.

1. Versand über sichere Server

Der einfachste Weg, sichere e-Mails zu erkennen ist die Prüfung der IP-Adresse des Senders. Ist die IP-Adresse auf der Liste der registrierten und zertifizierten Versender, so hat man die erste Hürde erfolgreich überwunden. Dieser wird in der Regel in den gängigen Whitelists gelistet sein. Am besten prüft man das bei seinem Hosting- bzw. Hardwarepartner.

2. Eintrag im Adressbuch des Empfängers

Eine wirkungsvolle Maßnahme, um eine sichere Zustellung zu gewährleisten, ist die Eintragung der Mailadresse im Adressbuch des Empfängers. Üblicherweise wird dies als Hinweistext beim ersten Newsletter (Optin-Mail) direkt im e-Mail ergänzt. Schwieriger wird es jedoch, wenn der Kunden noch keinen Newsletter abonniert hat und im Onlineshop bestellt. Hier sollte in der Bestellbestätigung ein entsprechender Hinweis erfolgen, da der Kunde nach der Bestellung oft auch noch seine e-Mails auch im Spam-Ordner prüft.

Noch besser wäre eine entsprechende Aufforderung bereits auf der Bestätigungsseite des Onlineshops direkt nach dem Kauf, die e-Mailadresse des Onlineshops ins eigene Adressbuch zu übernehmen.

3. Auf negative Phrasen achten

Spam-Filter reagieren sehr sensibel auf bestimmte Wörter und Phrasen, die von Werbemails typischerweise verwendet werden. Prüfen Sie ihre e-Mail, ob derartige Phrasen oder Wörter verwendet werden. Dazu gehörten Phrasen wie „limitiertes Angebot“, „bestellen Sie jetzt“, „Geld-zurück-Garantie“ oder „nur für Erwachsene“. Generell sind werbliche Texte, Phrasen mit Alterseinschränkungen oder monetäre Begriffe (z.B. kostenlos) mit Vorsicht genießen. Ebenso sollte man viele Ausrufezeichen oder Wörter und Sätze in Großbuchstaben vermeiden. Eine vollständige Liste ist schwierig, da sich diese Liste ständig weiterentwickelt. Spam-Versender versuchen hier natürlich immer neue Tricks und beachten ebenso bestmöglich diese Formulierungen.

4. Eigene e-Mail Adresse testen

Es gibt Plattformen wie test.mainmai.info oder auch andere, um die eigene Mailadresse zu prüfen. Dabei wird der Server, die IP-Adresse und die Registrierung auf Black- und auch auf Whitelists geprüft. Damit bekommt man recht rasch Feedback, ob mit dem eigenen Versandserver soweit alles in Ordnung ist.

5. Intelligentes Versenden

Wir empfehlen für den Versand von Newsletter Plattformen wie Mailchimp, Cleverreach oder Emarsys zu verwenden. Damit trennt man nicht nur physikalisch, sondern auch betreffend der Versand-IP-Adresse diese Dienste vom Shopsystem. Diese Dienste bieten auch umfangreiche Sicherheitsmechanismen wie die Verwaltung von Bounced-Mails und Abmeldeprozesse, die für Versender wichtig sind. Die meisten e-Mail Marketing Dienste bieten bereits fertige Integrationen zu Magento oder anderen Shopsystemen.

Ebenso sollte man einen zu aggressiven Versandrhythmus vermeiden. Einige Spamfilter werten eine extrem hohe Versandfrequenz als mögliches Spamzeichen.