SEO und Storytelling (Serie)

Die Recherche um Content hat schon so manchen Verantwortlichen eines Corporate Blogs zur Verzweiflung gebracht. Dabei geht es meist nicht darum, dass die „Geschichten“ nicht vorhanden wären, sondern um das Zusammentragen der Ideen und vor allem um das Schreiben selbst. Denn dazu benötigt man Zeit, Muße und auch gewisse Fähigkeiten. Und eine gut aufgesetzte Organisation mit dem entsprechendem Commitment des Managements.

 

Wie man Geschichten findet

In den meisten Unternehmen gibt es eine Vielzahl von täglichen Geschichten, die es Wert sind erzählt zu werden. Dazu ist es jedoch erforderlich sich bei den Geschichten in irgendeiner Form einzuklinken. Wie im Artikel Grundregeln des Storytellings bereits beschrieben gibt es unterschiedliche Kategorien von Stories. Angefangen von Gründungsmythen, Unternehmensportraits bis hin zu Kundenstories oder Insight-Stories.

Sehr oft ist es aber schwierig sich im Infokreislauf einzuklinken und Stories zu finden, die etwas tiefergehen, als es das Tagesgeschäft zulässt. Dafür gibt es nur eine Lösung: Fragen stellen! Fangen sie erst einmal an Fragen zu stellen über das Unternehmen, über die Marke, über die Gründung, Mitarbeiter oder Produktinnovationen wird man in der Regel voller Leidenschaft mit Geschichten förmlich zugeschüttet. Hat man im Zuge der Recherche erst einmal den Stoff gesammelt, so geht es im nächsten Schritt um die Ausgestaltung des Stoffs. Dafür ist auch oft weitere Recherche erforderlich, aber der Weg zu einer guten Story ist dann nicht mehr weit.

 

Der richtig Mix

Aber gibt es dabei einen richtigen Contentmix? Ist es möglich Leser oder auch Suchmaschinen mit eintönigem Content zu langweilen? Laut einer Studie gibt es einen bestimmten Contentmix- und auch Zyklus, der die entsprechenden Seiten im Suchmaschinen-Ranking vorwärts bringt. Analysiert dabei wurden die erfolgreichsten Corporate Blogs. Dabei wurde folgender Content-Mix erhoben:

  • Beiträge zum Angebot, zu Produkten oder Produkttipps (28%)
  • Hintergrundberichte zum Unternehmen oder deren Geschichte (23%)
  • Hintergrundberichte zum Arbeitsalltag oder Firmenkultur (20%)
  • Aktuelles und Zukunftspläne des Unternehmens (13%)
  • Erfahrungsberichte von Kunden oder Mitarbeiter (6%)
  • Saisonales oder Regionales (10%)

Der optimale Zyklus dürfte bei rund 12 Beiträgen pro Monat (3 pro Woche) liegen. Die Studie stammt von Karrierefibel, die im Jahr 2014 diese Daten erhoben und einen Leitfaden für Unternehmen erstellt haben. Diese Studie zeigt, dass es absolut Sinn macht sich einen Redaktionsplan zurecht zu richten. Ein Redaktionsplan gewährleistet dabei nicht nur den optimalen Content-Mix, sondern erleichtert auch die eigene Planung. Viel Spaß bei der Recherche!

 

In dieser neuen Blogserie bringen wir Tipps und Erfolgsbeispiele zu den Themen digitales Storytelling, content-driven e-Commerce und Content-Marketing.