SEO und Storytelling (Serie)

Warum Storytelling ein wichtiger Teil des Content-Marketings ist und was gute Geschichten ausmacht, haben wir bereits im letzten Beitrag Vom Content-Marketing zum Storytelling beschrieben.

Was sind aber nun die Bausteine für erfolgreiche Geschichten?

Als aller erstes braucht eine Geschichte einen Grund erzählt zu werden. Die Geschichte ist entweder Sinn stiftend, so wie es viele Vorzeige-Marken praktizieren, um ihren eigenen Markenkern mit Leben und Inhalt zu füllen und auszugestalten. Oder sie erklärt einfach anhand einer Geschichte den Vorteil von Produkten oder Dienstleistungen. Schließlich sind praktische Erfahrungen durch nichts zu ersetzen. Und schließlich gibt es nichts Schlimmeres als belanglose Geschichten.

Noch wichtiger ist, dass jede Geschichte eine Hauptfigur, also einen Helden hat. Jede Geschichte benötigt ihren Helden und macht die Geschichte menschlich. Aber wo es einen Batman gibt, gibt es auch einen Joker. Denn jeder Held benötigt einen Gegenspieler, der den Helden herausfordert und ihn in eine Problemstellung oder einen Konflikt bringt. Analogie gefällig? Wer definiert das eigene Unternehmen besser als die Positionierung zum eigenen Mitbewerb? Natürlich haben unsere Helden auch noch Freunde oder Begleiter und Mentoren, die den Helden unterstützen. Weit hergeholt für das Corporate Storytelling? Ganz und gar nicht, wenn man die einzelnen Charaktere in das reale Leben umlegt. Helden sind dann oft Kunden oder Mitarbeiter, Gegenspieler dagegen können auch Herausforderungen jeglicher Art sein, die die Hauptfigur in eine außergewöhnliche Lage bringen. Produkte sollten Probleme lösen und Probleme oder Herausforderungen sind der Stoff aus dem Helden gebaut werden. Und sehr oft schlüpfen dann Unternehmer mit ihren Produkten und Dienstleistungen in die Rolle des Helfers. Und damit ist die Besetzung schon perfekt.

Jede Geschichte erweckt durch einen emotionalen Erzählstil die Emotionen des Lesers und lässt sich damit viral verbreiten. Man denke nur an die Erfolgsgeschichte des Mediums Video im Fallen von Youtube oder in jüngster Zeit auf Facebook. Diese Medien sind voll von viralen Geschichten.

Corporate Storytelling

Aber nun zurück zum Corporate Storytelling. Wo finden wir Geschichten im eigenen Unternehmen? Hier ein paar Beispiele und deren Zielsetzungen:

  • Gründungsmythen: Wirken Sinn stiftend, sind rückwärts gewandt und appellieren an den Gründergeist
  • Unternehmensportraits: Diese Stories sind wichtig für die Differenzierung, die Schärfung des eigenen USP´s und Sinn stiftend für Kunden und Mitarbeiter
  • Kundenbeispiele: Der Kunde ist unser Held. Wir sind Unterstützer und sind im Hintergrund. Ideal für die Darstellung der Wirkung und Vorteile von Produkten.
  • Insight-Stories: Emotionale Backstage-Geschichten, die fundamentale Wahrheiten schildern oder tiefen Einblick ins Unternehmen gewähren.

Wer einmal beginnt zu recherchieren und seine Aufmerksamkeit auf Stories legt, wird schnell im eigenen Umfeld fündig. Und noch was: Man sollte selber Geschichten lieben :)

Im nächsten Blogbeitrag bringen wir weitere Tipps für digitales Storytelling und jene, die diese Erzählform in ihren Blog integrieren möchten.

In dieser neuen Blogserie bringen wir Tipps und Erfolgsbeispiele zu den Themen digitales Storytellingcontent-driven e-Commerce und Content-Marketing

Nächster Blogbeitrag in der Serie: Storytelling im e-Commerce: SEO und Storytelling