lookslikechristmas©pexels-NatashaFernandez

Hochsommer im E-Commerce: Allerhöchste Zeit, um an Weihnachten zu denken

Auch, wenn es viele von uns (aktuell glücklich eingebettet zwischen Urlaubsreisen und lauen Sommernächten) nicht wahrhaben möchten, müssen wir es genau jetzt mit aller Härte aussprechen: Weihnachten steht vor der Tür.

Zumindest dann, wenn Sie im Handel tätig sind. Die gute Nachricht: Gerade im Onlinehandel lassen sich entsprechende Vorbereitungen für die verkaufsstärkste Zeit des Jahres optimal vorbereiten und in die Wege leiten. Damit Ihr Onlineshop im Advent, zu Weihnachten und über Neujahr Grund zum Feiern hat, legen wir Ihnen daher im Folgenden die 5 wichtigsten weihnachtlichen Tipps rund um Ihren Webstore ans Herz.

Dazu müssen wir folgendes anmerken: Schnelle Ladezeiten,  zuverlässige Checkout-Prozesse, sicherer Betrieb selbst bei extremen Zugriffsspitzen sowie Lieferzeiten-Transparenz und ein Plus an Service sind natürlich nicht nur zu Weihnachten empfehlenswert. In dieser so heiklen Saison jedoch rechnen sich die Aufwände doppelt und dreifach. Das bestätigen jahrelange Erfahrungen und Beobachtungen aus der E-Commerce Praxis.

Vorbereitung der Weihnachtssaison im Ho-ho-hochsommer: 5 Tipps zur Optimierung Ihres Onlineshops für die stärkste Zeit des Jahres

1. Keine Ablenkungen: Sparen Sie Ihren weihnachtsgestressten KundInnen Zeit und Nerven

Beseitigen Sie im Onlineshop gerade rund um Weihnachten Ablenkungen überall dort, wo Sie Ihre KundInnen gezielt führen möchten. Das betrifft primär Kategorie und Produktdetail-Seiten – sowie besonders den Checkout-Prozess. Verwenden sie klare Call-to-Actions, die zum Handeln und/oder Kaufabschluss motivieren. Minimieren Sie speziell im Bereich des Checkouts jegliche Upselling-Komponenten: Weitere Empfehlungen, passendes Zubehör oder ähnliche Produkte machen im Bereich der Produktdetail-Seiten absolut Sinn – im Checkout gilt speziell in der stressigen Vorweihnachtszeit, dass besser darauf verzichtet wird.

Die Zeit vor Weihnachten ist sensibel. Viele KonsumentInnen tätigen Ihre Geschenk-Einkäufe tatsächlich buchstäblich in der letzten Sekunde. Ihnen die unter Zeitdruck einmal getroffene Entscheidung kurz vor Bestell-Abschluss nochmals mit angezeigten Zusatz-Angeboten schwer zu machen, ist für beide Seiten kontraproduktiv.

2. Mobile Optimierung Ihres Onlineshops

Legen Sie besonderes Augenmerk auf das Smartphone: Was am Desktop an Design-Elementen noch locker durchgeht, kann in der mobilen Ansicht Ihres Stores wirklich sehr störend sein. Hier ist die einfache, ablenkungsfreie Gestaltung des Onlineshops besonders wichtig – nicht zuletzt, weil mittlerweile erwiesenermaßen ein Großteil der Onlinekäufe mobil erfolgt. Besonders die mobile Ladezeit ihrer Shop-Seiten wirkt sich auf das jeweilige Google-Ranking aus. Das liegt daran, dass die Toleranz von höheren Ladezeiten am Smartphone sehr gering ist. Mobiles Surfen bedeutet noch weniger Zeit als sonst und mitunter auch rasch wechselnde Empfangsqualität unterwegs. Lassen Sie das Responsive Design Ihres Stores speziell in Vorbereitung auf Christmas & Co. daher besser gründlich auf Usability und Performance prüfen.

Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Mobile Optimierung im Checkout bedeutet die Reduktion auf das Wesentliche, um einen möglichst schnellen und einfachen Kaufabschluss zu ermöglichen. Das gilt natürlich immer. Aber besonders in stressigen Verkaufszeiten wie Weihnachten. Lassen Sie im mobilen Kassengang alles weg, was für den Kauf an sich nicht nötig ist. Lieblingsfarben, zweite Handynummer, Name der Katze? Alles legitim für Marketing-Zwecke und gut gepflegte Adress-Datenbanken. Trotzdem: Bitte weg damit im mobilen Checkout. Übrigens: Das  Thema „Checkout“ ist im E-Commerce so wichtig, dass wir uns ihm ein paar Absätze weiter unten nochmals kurz widmen.

Weihnachten-Laptop©Pexels_rawpixelcom

E-Commerce auf sommerlichen Hochtouren: Bereits – bzw. spätestens – im Sommer läuten im Handel die Weihnachtsglocken. ©rawpixel.com / Pexels

3. Verfügbarkeit von Produkten & transparente Lieferzeiten

Gerade kurz vor Weihnachten verstehen wir alle eher wenig Spaß, was die rechtzeitige Ankunft von Geschenken angeht. Lassen Sie Ihre Onlineshop-BesucherInnen daher 2 wichtige Entscheidungsfaktoren zuverlässig wissen:

a) ob die Produkte lagernd sind. Hier gibt es in der technischen Umsetzung verschiedene Ansätze: von einfachen Ampel-Stellungen bis hin zu verfügbaren Mengen – im Multi-Channel-Vertrieb beispielsweise hat sich mittlerweile vor allem der Lagerstand pro Filiale bewährt. Verfügbare Mengen vermitteln die Gewissheit, dass genug da ist. Achtung: Die Anzeige geringer Mengen kann zwei völlig gegensätzliche Effekte haben. Entweder erfolgt der raschere und unbedachtere Kauf, um das Wunsch-Produkt ja noch zu ergattern – das ist der positive Fall. Oder aber der Druck ist zu hoch – und die Entscheidung fällt für einen anderen Artikel bzw. – im wirklich schlechten Fall – für einen anderen Onlineshop mit besserer Verfügbarkeit.

b) ob die Produkte rechtzeitig ankommen. Denn das größte Kauf-Hindernis in der Weihnachtszeit ist nach wie vor die Sorge, dass das Geschenk nicht rechtzeitig ankommt – und unter dem Weihnachtsbaum des Beschenkten dann ein eilig erstellter Gutschein oder gar nur heiße Luft liegt. Das Risiko, dass der Geschenk-Kauf nicht klappt, hat rund um Weihnachten eine ganz andere Priorität als ein normaler Einkauf. Niemand will am Heiligen Abend mit leeren Händen dastehen. Noch brisanter ist das Thema, wenn es um Geschenke für Kinder geht. Stellen Sie sich nur das Theater vor, wenn das fest versprochene Spielzeug oder Kuscheltier nicht da ist. Tränen, Enttäuschungen, Auszugsdrohungen und Diskussionen rund um das unzuverlässige Christkind? Nein danke. Nehmen Sie Ihren besorgten KundInnen daher alle Ängste – und arbeiten Sie im Shop nach Möglichkeit mit ganz klaren, deutlich angezeigten Lieferzeiten sowie Tracking-Daten und exakten Zustell-Tagen.

4. Der perfekte Checkout: Bringen Sie Ihre KundInnen rasch und einfach zur Kasse

In der stillsten Zeit des Jahres ist tatsächlich keine Zeit für viel Blabla. Fragen wir daher unsere KundInnen speziell in dieser Zeit besser nur nach Informationen, die wir unbedingt benötigen. Für Feedback-Popups, Marketing-Umfragen oder zu ausführliche Adress-Masken haben Ihre BesucherInnen sicher in anderen Zeiten mehr Geduld und Nerven. Straffen Sie deshalb zu Weihnachten den Checkout-Prozess auf die unbedingt nötigen Daten-Felder. Und nein, Themen-Präferenzen zu späteren Marketing-Zwecken oder gar Fax-Nummern brauchen Sie nicht. Zumindest nicht jetzt. Nicht fünf vor Zwölf, wenn Freddy vor der Tür steht. Hier noch ein ergänzender 3-Punkte-Check für den Onlineshop Checkout:

  • Auto-suggest Adresse: Was Google mit Auto-suggest schon lange vorzeigt, gilt heute auch als komfortabler Standard im E-Commerce. In Folge der ersten eingetippten Zeichen in einem Adressfeld (Straße, Postleitzahl, Ort) erscheinen automatisch Vorschläge auf Basis einer hinterlegten Map. Dieses geniale Feature spart Ihren KundInnen bis zu 60 Prozent Zeit bei der Eingabe ihrer Adress-Informationen.
  • Effiziente Feld-Überschriften: Achten Sie auf die Feld-Bezeichnungen in den Checkout-Formularen – und lassen Sie sie auf möglichst vielen gängigen Endgeräten testen. Beschriftungen, die links vom Eingabefeld angeordnet werden, sind bei manchen mobilen Endgeräten nicht sichtbar. Empfohlen wird daher die Anordnung der Feld-Bezeichnungen nicht neben, sondern über den jeweiligen Feldern.
  • Fortschrittsanzeige im Kaufabschluss: Balken oder andere grafische Elemente im Checkout sind ein sehr guter Weg, um zu zeigen, wie weit der Kaufabschluss noch entfernt ist – und welche Schritte noch kommen. Ist z.B. sichtbar, dass im nächsten Schritt die Zahlungsdaten abgefragt werden, können die entsprechenden Informationen ohne Stress vorbereitet werden.

5. Verlängertes Umtauschrecht

Das gesetzliche Widerrufsrecht liegt bei 14 Tagen. Zahlreiche Unternehmen bieten freiwillig 30 Tage Umtauschrecht an. Wird ein Produkt bereits Anfang Dezember gekauft, werden jedoch selbst 30 Tage knapp. Viele KonsumentInnen sind dann verunsichert, ob eine solche Frist über die Feiertage überhaupt eingehalten werden kann. Eine gute und bereits praktisch etablierte Lösung liegt in fixen Umtausch-Fristen für alle in einem gewissen Zeitraum gekauften Produkte. Zum Beispiel: „Fixes Umtauschrecht bis zum 15. Jänner für alle zwischen 01. und 31. Dezember gekauften Produkte.“ Gehen Sie also zu Weihnachten ruhig in die Vollen – und bieten Sie Ihren KundInnen besonders attraktive Fristen für Umtausch und Rückgabe der bei Ihnen georderten Geschenke an. Dann klappt’s auch mit dem Christkind.

Weihnachten-Geschenk©Pexels_ Porapak Apichodilok

Im E-Commerce sind umfassende Optimierungen Pflicht für das erfolgreiche Weihnachtsgeschäft. ©Porapak Apichodilok / Pexels

Unser vorweihnachtliches PS – gültig rund ums Jahr

Als E-Commerce Full-Service Partner unterstützen wir von mStage Sie sehr gerne in allen Fragen der Optimierung Ihres Onlineshops. Nutzen Sie unser Angebot des Potenzial-Checks in kostenloser Variante oder als ausführliche Analyse. Oder lassen Sie sich zu anderen Fragestellungen ganz bequem von uns zurückrufen. Wir sind gespannt auf Sie und Ihr individuelles E-Commerce Projekt!

Fotos: rawpixel.com / Pexels, Porapak Apichodilok / Pexels