Umsatz_Online_Weihnachten

Ideen für die Promotion und richtige Bewerbung in der Vorweihnachtszeit für entsprechende Umsatzsteigerungen gibt es viele. Es gibt aber nur wenige Praxistipps, die sich mit dem Abbau von möglichen Kaufhürden für den Online-Einkauf von Geschenken in der Weihnachtszeit beschäftigen. Denn das größte Kaufhindernis in der Weihnachtszeit ist nach wie vor die Sorge, dass das Geschenk auch tatsächlich unter dem Weihnachtsbaum des Beschenkten liegt. Das Risiko, dass der Einkauf eines Geschenkes nicht klappt, hat für den Online-Käufer eine ganz andere Priorität als ein normaler Einkauf. Nichts ist wohl peinlicher als mit leeren Händen am Weihnachtsabend dazustehen.

Nun hat TomTom Telematics eine Studie herausgegeben, in der genau diese Ängste unter 1000 deutschen Verbrauchern abgefragt wurden. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dabei sind eine verspätete Lieferung (40%), keine Lieferung (25%), verpasste Lieferung (22%) oder die Lieferung falscher Produkte (22%) die häufigsten Ängste. 22 Prozent der Online-Käufer haben ihr Geschenk bereits tatsächlich einmal zu spät erhalten. Dies dürfte der Grund sein, warum 30 Prozent der Käufer  überhaupt auf den Online-Einkauf verzichten, weil sie eine verspätete Lieferung befürchten. Überraschender ist, dass der Anteil in der jüngeren Zielgruppen zwischen 16 und 34-jährigen bei 38 Prozent – und damit deutlich noch höher liegt.

Schlägt man sich in vielen Bereichen mit wenigen Prozentpunkten Conversion-Optimierung herum, sind hier in der Vorweihnachtszeit möglicherweise echte Optimierungen – und damit Mehrumsatz – möglich. Laut TomTom Telematics liegt der Schlüssel in der Optimierung des Flottenmanagements durch bessere Sichtbarkeit der Lieferfahrzeuge und professioneller Navigation. Damit können Kunden mit genaueren Ankunftszeiten rechnen.

Darüber hinaus gibt es aber aus unserer Erfahrung Maßnahmen, die man kurzfristig ergreifen kann, um das Vertrauen in einen Einkauf zu fördern:

Tracking-Daten: Noch immer werden in vielen Shops keine Tracking-Daten versendet. Der automatisierte Versand von Tracking-Daten fördert nicht nur das Vertrauen, sondern verhindert auch in vielen Fällen die Lieferung einfach zu verpassen. Wird diese Information versendet, so sollte damit bereits vor dem Kauf (z.B. im Footer) geworben werden.

Exakte Lieferangaben: Neben den gesetzlichen Lieferangaben sollte vor Weihnachten prominent (z.B. Banner auf der Startseite oder News-Bereich) informiert werden, bis zu welchem Datum und vor allem Zeitpunkt bestellt werden kann, damit die Sendung noch rechtzeitig zugestellt wird. Auch ob eine Zustellung am 24.12. noch erfolgen kann und wie die Zustellung zwischen den Feiertagen aussieht.

Verlängerte Zeiträume für Rückgabe oder Umtausch können ebenso das Vertrauen steigern, denn ein Widerrufsrecht von 14 Tage kann um die Weihnachtszeit knapp werden. Vor allem für den Fall, dass der Beschenkte nicht zufrieden ist oder ein falsches Produkt geliefert wird.

Wir hoffen, damit vielleicht einen kleinen Teil zum Online-Erfolg beitragen zu können und wünschen noch eine intensive Online-Zeit bis zu den Feiertagen!