Werner Ziegelwanger

Hallo Werner,

wir möchten den Lesern unseres e-Commerce Blogs etwas mehr Einblick in unser Unternehmen geben und dabei einzelne Team-Mitglieder etwas näher vorstellen. Darf ich Dir ein paar Fragen stellen?

Ja, klar!

Welche Ausbildung hast du und was hast du vor deiner Zeit bei mStage gemacht?

Ich habe in der HTL St. Pölten Abteilung EDVO das Programmieren gelernt. Danach habe ich einen Bachelor in Medientechnik an der FH St. Pölten gemacht und zum Abschluss noch den Master in Game Engineering und Simulation. Nach dem Abschluss war ich als Administrator in der HTL St. Pölten tätig und parallel dazu selbstständig in der EDV Branche.

Wann und wie kam es zum Einstieg bei mStage?

Eigentlich recht spontan. Ich habe auf eine Stellenanzeige geantwortet, da ich eine neue spannende Aufgabe in der näheren Umgebung gesucht habe der Zweitjob mit der Selbstständigkeit mit der Familie zu stressig war. Für mich war das ein Experiment, da ich mit e-Commerce bisher wenig zu tun hatte.

Was ist dein Aufgabengebiet bei mStage?

Programmierung von Spezialanforderungen wie Schnittstellen zu diversen Systemen, Entwicklung von neuen Magento Modulen und Adaption von bereits vorhandenen Modulen. Nebenbei kümmere ich mich auch um die komplette Infrastruktur, d.h. Server, Git usw. Bin Ansprechperson für alle technische Bereiche.

Was macht die Arbeit bei mStage besonders für dich?

Dass wir uns mit der e-Commerce Plattform Magento auf ein einziges System spezialisieren, die Arbeit aber trotzdem nie langweilig wird. Es gibt immer neue Systeme für die Schnittstellen entworfen werden müssen und täglich neue Herausforderungen wie zum Beispiel aktuell Magento 2.

Warum liebst du e-Commerce?

Aus Komsumentensicht: Ich kann spezielle Produkte kaufen, die ich sonst im Offline-Handel nie bekommen würde. Ich bestelle immer wieder Hardware für meinen Blog direkt aus China oder Großbritannien, die es in keinem österreichischen Offline-Store gibt. Aus Entwicklersicht: Man kann heute recht einfach seine eigenen Produkte weltweit verkaufen. Gerade bei Nischenprodukten bietet e-Commerce die einzige Möglichkeit das Produkt zugänglich zu machen. Wir kommen immer wieder mit Startups und Händler in Kontakt die revolutionäre Ideen kommerziell anbieten wollen. Es ist toll diesen einzigartigen Artikeln mit einem Magento Onlineshop eine Bühne (Stage) in die Welt hinaus zu geben.

Das ist aus deiner Sicht wichtig beim Aufbau eines Webshops für den Erfolg?

Nicht bei der Entwicklung bzw. am Server sparen. Ein Shared Host ist kein geeigneter Server für einen Magento Shop. Man kann nicht erwarten auf einem Webspace, der 2 Euro im Monat kostet, den gewünschten Umsatz zu erwirtschaften. Wir übernehmen immer wieder Shops die von Studenten schnell aufgesetzt wurden, die aber dann nicht weiter betreut oder wegen Sicherheitsmängel gehackt wurden. Für einen langfristigen Erfolg begleiten wir den Kunden von der Planung über die Entwicklung bis zur laufenden Wartung des Shops. Die Welt der IT ist so dynamisch, dass man sich einen Stillstand über Jahre einfach nicht leisten kann. Das sind bei Magento neben Sicherheitsupdates vom Shop und den Modulen auch der Server und aktuell die PHP Versionen.

Was sollte man nicht machen, wenn man einen Shop betreibt?

Wie bereits erwähnt darf man nicht an der falschen Stelle sparen. Ein Webshop ist eine Infrastruktur in die ganze Welt. Im Gegensatz zu Offline-Stores erreicht man mehr Menschen mit viel weniger Kosten. Genau deshalb bin ich immer wieder überrascht, dass Händler nicht einmal die vergleichbare Miete für einen Offline-Shop als Wartungskosten bereitstellen wollen. Gerade im Internet ist der Shop schnell bei Suchmaschinen verschwunden, wenn man sich nicht laufend mit SEO beschäftigt und neuen Content erzeugt.

Dein spannendstes Kundenprojekt?

Jedes einzelne Kundenprojekt ist auf seine Weise spannend. Die Anforderungen sind immer etwas anders. Als Entwickler lernt man fast immer etwas Neues dazu. Am interessantesten sind die Projekte, die sich auch laufend weiterentwickeln. Ganz besonders schön ist es, wenn der Kunde berichtet, dass dank der neuen Funktionen oder den kürzlich stattgefundenen Updates die Zahl an Verkäufen gegenüber dem Vergleichszeitraum gestiegen sind. Das ist dann nicht nur ein gutes Feedback für unsere Arbeit, man geht auch am Abend mit einem guten Gefühl nach Hause. Man weiß, dass man etwas bewirkt hat.

Was treibst du sonst so?

In meiner Freizeit schreibe und programmiere ich. Für meinen Blog (developer-blog.net) recherchiere ich laufend Neuigkeiten rund um das Thema Technik. Ganz besonders zu Themen wie Raspberry Pi, Linux und Android. Sehr oft konnte ich auch in der Arbeit bei mStage schon von den dort erarbeiteten Themen profitieren – insbesondere bei der Administration im Linux Bereich. Abseits meines Blogs habe ich auch immer mehrere Programmierprojekte laufen. Mein erfolgreichstes heißt Racing Manager und erfreut sich im Google Play Store bereits über 13000 Downloads. Meinem Sohn habe ich beispielsweise auch eine App gebaut, die er sehr gerne spielt: Liam’s Zoo. Sollte dann noch ein wenig Zeit bleiben, dann arbeite ich mit meinem 3D Drucker und mache dort virtuelle Objekte greifbar.

Dein Motto?

„Geht ned, gibts ned.“ – alles ist möglich. Ich werde oft vom Kunden gefragt ob etwas möglich ist. Meine Antwort ist eigentlich immer ja, aber oft im Kontext: nur mit entsprechendem Aufwand. Jede Software kann abgeändert werden um bestimmte Bedingungen zu erfüllen, ja nach Ausgangssituation kann das aber mit sehr hohem Aufwand verbunden sein – oder auch nicht. Wir versuchen für unsere Kunden immer den optimalen Kompromiss zu finden.

Ein schöner Abschluß – Danke Werner für das Interview!