Whatsapp im e-Commerce und CRM

Wie schon in unseren Beiträgen Whatsapp im e-Commerce und Messenger wie WhatsApp & Co erobern das e-Commerce berichtet, werden Messenger sehr bald eine tragende Rolle im e-Commerce spielen. Nun ist es auch bei WhatsApp soweit. Die Reichweiten-App WhatsApp soll monetarisiert werden und ab sofort Geld in die Kassen von Facebook spülen. Der Ansatz: ein wohlbekannter!

WhatsApp for Enterprises startet durch

Bereits vor wenigen Monaten hat Facebook mit „WhatsApp Business“ eine Lösung für kleinere Unternehmen auf den Markt gebracht. Vorwiegend limitiert auf Android Smartphone Apps. Nun geht Facebook einen wesentlichen Schritt weiter und launcht „WhatsApp for Enterprises“ für große Unternehmen. Diese soll Unternehmen ermöglichen via Notifications, Live-Chat und Sponsored Messages mit Endkunden zu kommunizieren.

Notifications

Damit können im e-Commerce beispielsweise Versandnachrichten oder Trackingcodes via Pushnachricht versendet werden. Eine durchaus sinnvolle Funktion. Diese Funktion wurde bereits auch von Fluglinien getestet, wo unter anderem Links zu Boarding-Pässe versendet wurden. Im e-Commerce gibt es, dem Einverständnis des Kunden vorausgesetzt, noch zahlreiche andere Möglichkeiten transaktionsorientiert Kunden zu informieren.

Chat

Diese Funktion wird für das Kundenservice zukünftig eine tragende Rolle spielen. Smartphone User sind es gewohnt per WhatsApp zu kommunizieren. Sobald Firmen ihre Kundenservice-Kanäle per WhatsApp öffnen, ist von einer hohen Akzeptanz auszugehen. Aber auch Chat-Bots mit automatisierten Antworten und Bestellprozessen werden hier eine Rolle spielen.

Sponsored Messages

Was beim Facebook Messenger bereits angeboten wird, soll nun auch in WhatsApp möglich sein: Werbung. Dies ist für Werber aufgrund der hohen Reichweite, ähnlich bei Facebook, sicherlich ein sehr reizvolles Feature. Vor allem wird die Aufmerksamkeit gerade zu Beginn, solange noch wenige Unternehmen diese Möglichkeit nutzen, sehr hoch sein. Wie die User darauf reagieren, bleibt abzuwarten. Es birgt jedenfalls die Gefahr, dass User langsam in andere, werbefreie, Messenger-Dienste abwandern.

Darüber hinaus gibt es seitens der EU Bestrebungen das Kommunikationsprotokoll von Messenger Apps zu vereinheitlichen. Damit wäre es möglich Nachrichten zwischen unterschiedlichen Messenger-Diensten zu versenden. Setzt sich die EU-Kommission hier durch, würde das die Karten am Messenger-App-Markt möglicherweise nochmals neu mischen.