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Die österreichweite Studie „Versandhandel, eCommerce & Marktplätze“ wird jährlich durchgeführt und geht heuer in die 11. Runde. Die renommierte Studie wird vom Handelsverband in Kooperation mit der KMU Forschung Austria umgesetzt und auch heuer präsentieren wir die wichtigsten Highlights daraus.

all-time high: € 8,7 Mrd. Ausgaben mit Push durch Corona

Die österreichischen Distanzhandelsausgaben erreichen 2020 mit 8,7 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.

Der Großteil der Distanzhandel-Umsätze – 8 Milliarden Euro – werden online umgesetzt, ein Ausgabenwachstum von 7 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Top-Warengruppen 2020:

  • Bekleidung: Gesamtumsatz  € 1,95 Mrd.
  • Elektrogeräte:  € 1,2 Mrd.
  • Bücher: € 0,6 Mrd.

Warengruppen mit dem stärksten Zuwachs:

  • Computer & Hardware: + 18 %
  • Kosmetik: + 17 %
  • Sportartikel: + 11 %

Einen deutlichen Unterschied gibt es jedoch zwischen dem Lebensmittelhandel und dem Non-Food-Bereich. Während in den LEH weniger als 2 % der Ausgaben fließen, werden im Non-Food-Segment bereits ca. 20 % in in- und ausländischen Webshops getätigt. Allerdings hat die Corona-Krise heuer dem Einkauf von Lebensmitteln im Distanzhandel ein Plus von 26 % beschert. Viele Verbraucher sind als Reaktion auf den Lockdown zum Online-Shopping übergegangen.

Von 8 Milliarden Euro Onlineumsatz fallen bereits 1,2 Milliarden Euro auf den Mobile Commerce. Das entspricht einer Verdoppelung zum Vorjahr. Bereits ein Drittel der Österreicher kauft via Smartphone ein – natürlich ist auch hier der Einfluss der Corona-Krise zu erwähnen. Bei den unter 29-Jährigen kaufen bereits 7 von 10 Konsumenten via Smartphone ein, bei der Altersgruppe über 60 sind es nur 9 %. Jedoch gibt es auch hier dynamisches Wachstum. Die rund 13.000 heimischen Shops profitieren von diesem Boom jedoch nur begrenzt. Mehr als jeder Zweite bestellt in ausländischen Online-Shops. Die Loyalität zu österreichischen Shops nimmt jedoch – laut Studie – stetig zu.

Online-Anteile im Ländervergleich: Österreich überholt Schweiz

Rund 12 % der gesamten Einzelhandelsausgaben der österreichischen Privathaushalte fließen bereits in den Distanzhandel. Damit hat Österreich im Ländervergleich die Schweiz (11%) überholt, liegt aber weiterhin hinter Deutschland (14 %).

Voice Commerce bleibt Nischenprogramm

Zwar nutzen hierzulande – geschätzt – etwa 990.000 Menschen einen Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home, geshoppt wird damit jedoch noch eher verhalten. Immerhin haben 2020 bereits 38.000 Konsumenten via Sprachassistent eingekauft – im Vorjahr waren es noch 30.000 Kunden mit 450.000 Geräten am Markt.

Die gesamte Studie kann über die Website des Handelsverbandes bestellt werden.
Quelle: handelsverband.at; Foto: Adrianna Calvo/Pexels